Mittwoch, 21. September 2016

MMM Sommer-Nachlese

Der Sommer hat letzte Woche nochmal richtig aufgedreht, und ich konnte meine etwas spät fertig gewordenen Kleider anziehen.

Sie sind nach dem Schnitt Vogue 8726 genäht. Um es anzupassen, habe ich viel Zeit investiert,  um ein ja keinen Fehler zu machen. Der schönen Stoff ist von fashion for designers, den ich beim Bloggerinnentreffen in Köln erstanden habe, Er  ist ziemlich schwer und querelastisch, fällt aber gut und knittert kaum.
Zuerst nähte ich ein Probe-Oberteilteil nach dem Schnitt, das aber nicht richtig passte:


Am Ausschnitt zu weit, in der Taille zu eng, außerdem gefällt mir die Rückenausschnitt-Lösung nicht; mein mit Muttermalen und Pigmentflecken übersäter Rücken sieht nicht so schön aus. Deshalb entschloss ich mich, den Ausschnitt kleiner zu machen.

Außerdem passte ich den Schnitt an meinen Grundschnitt an.
Das nächste Probeteil wurde ein Kleid - und ich weiß nicht, was mich geritten hat - ich schnitt es im schrägen Fadenlauf zu.
Das brachte ganz spezielle Probleme mit sich, denn im Rücken, am Reißverschluss dehnte es sich und schlug Wellen.
Zuerst versuchte ich, das mit querliegenden Abnähern in den Griff zu bekommen, aber das brachte den Schnitt aus dem Gleichgewicht.

Daraufhin trennte ich den Reißverschluss, den ich nur eingeheftet hatte, aus und versuchte den Rand mit Raffen und Bügeln und leichtem Vlies verstärkt wieder in Form zu bringen. Das klappte auch sehr gut und das Kleid passt. Diese Probleme hatte ich dann mit dem "guten" Kleid nicht, das schnitt ich im angegebenen Fadenlauf zu. Und auch das passt wie angegossen, ich konnte es selbst kaum glauben!




Und was gab es sonst noch? Ach ja, die Einschulung eines meiner zahlreichen Enkel.
Genähte Schultüten sind in diesem Jahr "in", so nähte ich für das neue i-Männchen eine Schultüte und für seinen kleinen Bruder eine kleinere:
Zum MMM geht's hier.

Mittwoch, 25. Mai 2016

MMM tierischer Mottotag

Hier zeige ich Euch noch meinen Leo-Rock, den ich aus den Resten vom Kragen meiner Eve-Jacke genäht habe. Es ist ein einfacher, gerader Rock.
Zu mehr hat der Stoff nicht gereicht, das Muster muss für sich wirken.



Hier geht's weiter zum MMM

Mittwoch, 11. Mai 2016

MMM im Mai

Der Frühling ist da, die Wintersachen eingemottet und ich bin auch wieder fit - die Augen haben neue Linsen und die Zähne hübsche neue Kronen.
Trotz der "Renovierungsarbeiten" an meinem Körper habe ich doch einiges geschafft, wie diese Schleifenbluse.


Den Stoff kaufte ich bei dem Bloggerinnentreffen in Köln im November letzten Jahres, als wir den Ausflug zu fashion for designers machten.
Es ist ein über-flutschiger Poly-Chiffon, der nur sehr schwer in Form zu bringen war. Aber das Muster ist traumhaft: wolkig-graublau-grundig mit einem leicht morbiden Rosenmuster.

Der Stoff ist nicht im Internet zu kaufen. Überhaupt werden die wenigsten Stoffe im Internet angeboten, im Showroom in Krefeld dagegen sind hunderte Stoffmuster zu bewundern und zu bestellen. Der Ausflug dahin lohnt sich auf jeden Fall!
Der Schnitt ist aus der September-Burda von 2007:




Der Stoff ist so locker gewebt, dass er die Form nicht hält und sich aushängt. Die Nähte sind französische Nähte, weil der Stoff so stark franste. An den Seitennähte war der Stoff deshalb fest und dehnte sich nicht aus. Dazu muss ich mir noch etwas einfallen lassen, denn bei einer einfachen Begradigung wird die Bluse zu kurz.


Den Organisatorinnen des Bloggerinnen-Treffens in Köln sage ich nochmal herzlichen Dank, es war sehr schön und erlebnisreich.

Hier geht's zum MeMadeMittwoch




Mittwoch, 3. Februar 2016

MMM im Wintermantel

Als ich vor knapp zwei Jahren zum Blogger-Treffen in Bielefeld war, traf ich auch Martina von MaxLau, die einen wunderschönen, hellen, geraden Mantel trug, in den ich mich sofort verliebte.
Einen geraden Mantel - ohne Schnickschnack - den wollte ich auch. Es hat aber noch bis Ende 2015 gedauert, den Plan in die Tat umzusetzen. Und jetzt ist er fertig!


Zuerst suchte ich aber nach weiteren Inspirationen und Stieß auf diese hier:


Links: Streetstyle ähnlich hier
Mitte: Mother of Pearl Montiague Mohair Wool Coat
Rechts: Boden Siena Coat

Auch diesen hier fand ich sehr schön:

Mit diesen Bildern im Hinterkopf machte ich mich auf die Schnittsuche. Es gibt viele Schnitte für gerade Mäntel; ich entschied mich für das Titelmodell aus der Sabrina Woman Heft 1 Frühjahr 2015:

Das Unterteilen des Schnittes in drei Farbbereiche war schnell geschehen. Die Streifen passen an den Ärmeln und am Body genau.
Als Stoff hatte ich nur Sommersweat in den drei Farben wollweiß, petrol und dunkelblau zur Verfügung, was für einen Wintermantel zu dünn gewesen wäre. Im Stoffgeschäft fand ich dann aufbügelbares Volumenvlies, das ich gleich kaufte und verarbeitete. Die Verkäuferinnen im Laden waren ganz entsetzt, weil dieses Vlies nicht für Kleidung gedacht sei, aber das störte mich nicht. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, der Stoff ist immer noch elastisch und der Mantel schön warm.
Die Taschen sind angeschnitten, so wie es Carolyn Smith in ihrem Blog an einem Rock gezeigt hat. Das habe ich für diesen Mantel so ausgetüftelt.
 
Einen Zwei-Wege-Reißverschluss nähte ich noch ein, damit der Mantel beim Autofahren nicht hochrutscht und knittert. In der hinteren Mitte ist eine Naht, weil der Stoff sonst nicht gereicht hätte.
Am Halsausschnitt gab es im Schnittmuster eine Option für einen angeschnittenen Stehkragen, der aber viel zu kurz bemessen war, so dass ich ihn abschnitt. Bei angeschnittenen Kragen (z.B. Schalkragen), deren Seiten sich in der hinteren Mitte treffen sollen, passiert mir das nicht zum ersten Mal. Meistens schneide ich sie mit breiter Nahtzugabe zu, aber diesmal habe ich nicht dran gedacht.
Naja, ein Schal tut's auch. Wenn ich die Hände aus den Taschen nähme, würde der Reißverschluss auch nicht klaffen.

Weil ich noch Zeit hatte, nähte ich mir noch ein Shirt nach dem amerikanischen Burdastyle-Schnitt "Lydia". Dieser Schnitt ist ein guter Basisschnitt, den ich in ein paar Stunden umgesetzt hatte:

Hier seht Ihr die gesammelte MMM-Power.

Freitag, 1. Januar 2016

Dezember-Top

Nachdem ich das November-Top ausgelassen habe, war gerade noch Zeit, das Dezember Top zu nähen. Ein paar Stunden brauchte ich nur dafür.


Es ist das Shirt 'Elaine' von Pattydoo, den es auch in großen Größen gibt. Dazu ist noch ein Nähvideo auf der website und auf youtube zu finden. Der Stoff ist ein schöner weiher Interlock-Jersey aus Baumwolle, der schon seit Jahren bei mir liegt. Leider hat der Stoff nicht mehr für lange Ärmel gereicht.
Von der Passform bin ich nicht so begeistert, unter der linken Achsel ist zuviel Stoff! Auf dem Foto von pattydoo sieht es aber genauso aus. 


Oberhalb der Brust habe ich eine viel kleinere Größe; das nächste Mal werde ich das beachten. 
Als Alltagsshirt ist es OK.

Hier findet Ihr noch weitere Dezember-Oberteile.


Weil ich im Juli zwei Blusen genäht habe, aber im November keins, komme ich auch auf 12 Oberteile:

Dienstag, 29. Dezember 2015

Meine Nähmaschine - Bernina B330

Hier kommt ein langer Erfahrungsbericht zum Fragenkatalog, den Marja Katz zusammengestellt hat.
Sie deckt mit ihren Fragen wirklich alles ab, was für eine Nähmaschinen-Beurteilung wichtig ist.
Dankeschön dafür!

Anschaffung und Folgekosten
 
Welches Modell hast Du, welchen Preis hatte Deine Nähmaschine und wann hast Du sie gekauft?
Ich habe eine Bernina 330, vor ca. zwei Jahren für 1000 € gekauft. Eigentlich wollte ich nur meine Carina zum Überholen bringen, da wackelte alles. Dafür bin ich knapp 40 km nach Moers zu einem Händler gefahren, der mir die Bernina B380 wärmstens ans Herz legte...
Gekauft habe ich die B330, die 400 € weniger kostete. Ich weiß nicht, ob ich es bereuen sollte.

Findest Du das Preis-Leistungs-Verhältnis angemessen?
Hm, nicht so ganz, für das,was sie bietet, finde ich sie zu teuer, vor allem das Zubehör kostet viel zu viel.

Welche Eigenschaften waren für Dich ausschlaggebend für die Kaufentscheidung?
Die neue Maschine sollte vor allem gleichmäßige gerade Nähte nähen. Dabei habe ich in erster Linie an eine brother-Maschine gedacht. Dicke und dünne Stoffe sollte sie gut nähen und nicht den Stoff fressen. Meine alte Carina brachte das nicht mehr zustande.

Wieviel Zubehör wird mitgeliefert und wie teuer ist ein eventuelles Nachrüsten von Zubehör, z.B. Nähfüßchen?
Die Menge des mitgelieferten Zubehörs ist eher bescheiden. Neben dem üblichen Zubehör (Schraubendreher, Öl, Garnlaufscheiben etc.) gibt es ein Paketmit 5 Füßchen, von denen vier an einem mitgelieferten Schaft angeklickt werden können, der Knopflochfuß hat einen eigenen Schaft:
Rücktransportfuss # 1, Overlockfuß # 2, Reissverschlussfuss # 4, Blindstichfuss # 5 und Knopflochschlittenfuss # 3A. In den neuen Paketen scheinen andere Fuß-Sohlen drin zu sein, wie ich auf der Internetseite von Bernina sehe.

Wieviel Zubehör gibt es insgesamt für Deine Nähmaschine, welches davon hast Du und welches davon nutzt Du am meisten? Welches möchtest Du unbedingt noch anschaffen?

Es gibt Zubehör in rauhen Mengen, für alle Nähwünsche zu horrenden Preisen. Gut – die Berina-Füßchen sind qualitativ sehr gut und praktisch.Sie sind fest mit einem Schaft verbunden, den man einfach an der Maschine an einem Zapfen anbringen kann.
Beim mitgelieferten Füßchenset mit dem Extra-Schaft und anklickbaren winzigen Füßchen ist das anders (siehe oben). Das verführte mich dazu, die Füßchen meiner alten Maschine (mit brother- und janome kompatibel) auszuprobieren. Das klappte aber nicht, das Loch für die Nadel war viel zu weit vorne. Inzwischen habe ich dieses Problem anders beseitigt:
Es gibt die Bernina-Nähfußverlängerung # 77 (10,60 €), an die ich die Fußhalterung meiner alten Maschine anschrauben kann. Jetzt passe alle alten Füßchen und die Halterung lässt sich genauso gut anklicken wie alle anderen Bernina-Füße.
Zubehör bestelle ich im Internet, da ist es billiger als beim Händler in Moers.
Einen Obertransportfuß habe ich mir gegönnt (109,70 €!) aber die Investition hat sich gelohnt. Dünne Stoffe mag die Maschine nämlich garnicht und einen einstellbaren Füßchendruck sucht man vergeblich. Jersey bekommt man mit dem Obertransportfuß glatt und ohne Wellen hin.
Bei Chiffon ist der Stofffraß und der Transport-Verzug gemildert aber trotzdem nicht so gut.
Der Obertransportfuß hat drei verschiedene Sohlen: eine normale, eine offene Quiltsohle und eine Schmalkanten-Sohle. Der Umbau ist etwas aufwändig, aber die Funktionen sind praktisch.
Gut ist der Schmalkantfuß # 10, mit dem man im Nahtschatten oder sehr nah am Rand gleichmäßig nähen kann.
Mit dem "Strickwarenfuß" # 12, der eine große Rille im Boden hat, nähe ich Paspeln, die sehr schön gleichmäßig werden. Bei unterschiedlich hohen Stofflagen, z.B. bei dicken Säumen, ist er auch sehr nützlich.
Der mitgelieferte Reißverschlussfuß taugt nicht viel, deshalb habe ich mir kürzlich den Reißverschlussfuß # 54 mit Gleitsohle und Führunsschiene (54,80 €) bestellt. Weil der Füßchendruck m.E. zu hoch ist, wird der Stoff mit dem alten Füßchen auf dem Reißverschluss verschoben und es kommt zu Wellen und Musteranschluss-Problemen. Reißverschlüsse musste ich sehr fest heften, damit nichts verrutscht. Das neue Füßchen kam erst am Heiligen Abend, so konnte ich es noch nicht ausprobieren.
Der Fuß für den nahtverdeckten Reißverschluss ist auch sehr nützlich, aber mit 33,90 € sehr teuer. Der von Pfaff kostet 13,20 €. Vielleich könnte der Bernette-Anklick-Fuß (3,20 €) zu einem der beiden Schäfte passen? Er sieht dem für meine Bernina sehr ähnlich.
Die Frage ist, ob Bernette-Füßchen nicht generell an den Original-Schaft passen!
Die kosten ein Vielfaches weniger!
Um eine bessere Sicht auf das Material zu haben, kaufte ich mir das Klarsichtfüßchen # 34 (22,80 €), brauche es aber kaum, da ich fast nur noch mit dem Obertransportfuß nähe. Wenn ich eher auf die Nähfußverlängerung # 77 gekommen wäre, hätte ich mir den Kauf sparen können und mein altes Füßchen verwendet.
Den Kräuselfuß # 16 habe ich ausprobiert und bin nicht begeistert. Er kräuselt zwar, aber man darf das Stoffstück nicht anfassen, es verliert die Kräuselung sofort. Die Kräuselung wird auch ungleichmäßig. Außerdem kann ich schlecht einschätzen, wie stark ich kräuseln muss, um die richtige Länge hinzubekommen. Das ist vor allem wichtig, wenn ich den Stoff, an den ich das gekräuselte annähe, mitführe. Da kräusele ich lieber mit der Hand, das wird genauer und gleichmäßiger.
Einen Kniehebel habe ich mir auch einbauen lassen (100 €), der ist zuweilen recht praktisch.

War Deine Nähmaschine schon einmal kaputt? Kannst Du eine Aussage darüber machen, ob die Reparatur- oder Wartungskosten hoch sind (z.B. aufgrund aufwendiger Elektronik)?
Bisher läuft sie einwandfrei, nur einmal hatte ich sie zur Wartung, Reinigung und Ölen. Das kostete bei meinem Nähmaschinenhändler ca. 80 €.

Wo würdest Du Dein Modell einordnen (Holzklasse, Mittelklasse, Luxusklasse) und für wen würdest Du es empfehlen (Anfänger, Fortgeschrittene, Profi)
Trotz des hohen Preises ordne ich sie in der Mitte der Mittelklasse ein, für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. 

Praktikabilität

Wie groß und wie schwer ist Deine Nähmaschine?

Im Internet fand ich die Maße: 8,5 kg leicht, Breite 34,5 cm Tiefe 17,0 cm Höhe 31,0 cm, Stoffdurchgangsraum: B 16,0 cm  H 11,5 cm – also recht klein und handlich.

·         Kommt Deine Nähmaschine für einen Auf- und Abbau bei flexiblen Arbeitsplätzen in Frage oder ist sie eher für feste Arbeitsplätze geeignet?
Wie aufwendig ist Abbau/Verpackung/Transport für gemeinsame Nähkränzchen?
Bei ihren Maßen ist sie gut zu transportieren. Die Schutzhaube, die Taschen für Kabel, Fußpedal und Anschiebetisch hat, ist praktisch. Das Zubehöretui ist zu klein und unpraktisch. Man kann die Teile nur ungeordnet hineinwerfen. Deshalb habe ich mir eine Plastikbox für Schrauben etc. im Baumarkt gekauft. Dabei muss man aber aufpassen, dass die Fächer groß genug für die Teile (z.B. Knopflochfuß und Obertransportfuß) sind.


Lässt sich die Nähmaschine gut reinigen oder kommst Du an einige Stellen gar nicht heran?
An der Maschine lässt sich nur das Spulenfach öffnen und die Spulenkapsel mit der Halterung herausnehmen. Das sauge ich mit einem kleinen Handsauger aus.

Wie ist die Helligkeit der Beleuchtung?
Die Helligkeit ist durch die LED-Lampen optimal.

Wie laut ist die Maschine?
Sie ist leise, nur der Obertransporteur klackert etwas lauter.

Ist die Maschine intuitiv bedienbar?
Die einfache Bedienung (einfädeln, spulen, Spule einsetzen usw.) habe ich sofort begriffen. Schwierige Anwendungen, wie z.B. das Buchstaben-Programmieren habe ich im Einführungskurs beim Händler gelernt und kann sie mithilfe der Bedienungsanleitung gut nachvollziehen. Mein Nähmaschinenhändler bietet (bei Kauf) kostenlose Einführungskurse an, die ich gerne besucht habe und bei denen ich viel gelernt habe. Natürlich machte er das nicht uneigennützig, schließlich will er das Zubehör gut verkaufen.

Ist die Bedienungsanleitung ausführlich genug?
Ja, und recht gut verständlich. Außerdem gibt es im Internet gute Anleitungs-Videos zu jeder Funktion von fast jeder Bernina-Nähmaschine. Die von Näherinnen gemachten Videos (meistens in englisch) sind noch besser als die der Firma Bernina.

Kann man die Nähmaschine auch ohne Pedal bedienen?
Ja das geht, da wird sie richtig schnell. Das hat nur einen Nachteil: Der Knopf dafür ist direkt über der Taste zum Rückwärts-Nähen. Mir ist es schon öfter passiert, dass ich die falsche Taste drückte und die Maschine losraste. Auch die Rückwärtstaste hat eine Automatik-Funktion: Wenn man länger draufdrückt rennt sie los. Vorsichtshalber habe ich die Nähtempo-Einstellung ganz herunter geregelt. Ich bin eher eine Stich-für-Stich-Näherin.

Näheigenschaften

Welche Nähmaschine(n) hattest Du bisher? Wie schätzt Du Deine Maschine im Vergleich dazu ein?
Angefangen habe ich mit der Tretmaschine meiner Oma – mit Langschiffchen, nur mit Geradeaus-Funktion. Dann bekam ich eine Quelle-Maschine geschenkt, mit der ich viel genäht habe. Dann hatte ich eine mechanische Janome und danach eine Carina-professional, die nicht hielt, was sie versprach.
Die Bernina ist viel besser. Wenn ich aber besonder Zierstiche brauche oder andere Knopflöcher auf dünnem Material, nehme ich schon mal wieder die Carina.

Wie oft nähst Du? Was nähst Du hauptsächlich und findest Du Deine Nähmaschine dafür ungenügend, perfekt ausreichend oder etwas oversized?
Manchmal nähe ich täglich mehrer Stunden, dann mal wieder wochenlang nicht. Ich nähe hauptsächlich Kleidung, manchmal auch etwas für die Wohnung (Kissen, Gardinen).
Meine Maschine reicht so eben dafür aus, aber ein paar mehr Möglichkeiten hätte ich schon noch gerne.

Welches Feature fehlt Dir für Deine Näharbeiten und auf welches Vorhandene möchtest Du auf gar keinen Fall verzichten?
Praktisch finde ich die Muster-Ende-Einstellung, so genau kann ich garnicht aufpassen, auch das Alfabet habe ich für Armbändchen meiner Enkel benutzt, auf die ich Mamas Handynummer gestickt habe.
Wie ich schon sagte, fehlt mir der einstellbare Füßchendruck sehr. Die Knopflochauswahl (siehe unten) ist unter aller Kritik, bei dem Preis sollte mehr drin sein!

Hat Deine Nähmaschine Features, die Du für unsinnig hältst?
Nein

Welche Knopflochfunktion(en) hat Deine Nähmaschine und bist Du damit zufrieden? Was könnte besser sein?
Es gibt nur EINE Knopflochmöglickeit – das simpelste Kopfloch!
Die Knopflochautomatik ist für mich auch eher ein Rückschritt, man muss erst mehrmals rumprobieren, wie groß das Knopfloch werden soll; dann kann es passieren, dass der Stoff hakelt (zu hoher Füßchendruck!) und die Knopflöcher unterschiedlich lang werden. Bei dicken Stoffen will sie genauso wenig wie meine alte Maschine. Diese Transporthilfe zum Knopflochnähen (34,70 €) zum Einklemmen des Stoffes nützt da auch nicht viel. Für den Preis zu wenig! 

Potentielle Problemzonen
 
·        Wie näht Deine Nähmaschine enge Rundungen?
Prima, wenn ich die kleinen Jeans meiner Enkel flicke, komme ich gut um die Kurven.
·        Ist das Stichbild sauber, auch bei sehr dickem Nähgut oder sehr schnellem Nähen?
Nur bei sehr dünnen Stoffen wird das Stichbild unsauber, dicke Stoffe bewältigt sie problemlos.

·         Ist der Stofftransport gerade und gleichmäßig, auch wenn Du den Stoff nicht aktiv führst?
Ja, sehr gut.

·         Ist ein sauberes Nähen an Stoffkanten möglich, ohne dass sich die Naht oder der Stoff zusammenzieht? (Nahtanfänge, versäubern)
Bei Nahtanfängen halte ich sowieso immer die Fäden fest, das ist eine alte Gewohnheit (und manchmal ein ziemliches Gewurschtel, bis ich sie erwischt habe). Meine Maschine macht Fadenknubbel, wenn ich den Unterfaden nicht festhalte.
Eine Bernina sollte das nicht tun – habe ich eine Montags-Maschine erwischt?

·        Werden elastische Stoffe problemlos genäht oder wellt der Stoff?
Ohne Obertransportfuß wellt die Naht bei stärker dehnbaren Stoffen.

·        Wie ist die Kontrolle über Nähgeschwindigkeit? Ist sehr schnelles oder sehr langsames Nähen (Stich für Stich) möglich?
Beides ist möglich. Bei langen Nähten, z.B. bei Gardinen, nutze ich auch die Schnellnäh-Taste.

·        Bei welchen Nähfragen kommst Du an die Grenzen Deiner Nähmaschine? Was funktioniert überhaupt nicht?
  • - Füßchendruck
  • - Knopflochauswahl
Wie ist Dein abschließendes Gesamturteil in Kurzform? Auf einer Skala von 1 bis 5 – wieviel Sterne würdest Du Deiner Nähmaschine geben und warum?
Gegenüber den Maschinen, die ich vorher hatte, ist die Bernina 330 ein Riesenfortschritt und für meine Bedürfnisse fast ausreichend - aber nur fast..  
Deshalb bekommt sie die Note 3,5.
Ich bezweifle, dass die Maschine so viel mehr kosten würde, wenn zwei Knopflochvarianten dazu kämen und der Füßchendruck regulierbar wäre.

Wenn ich genügend Geld hätte, würde ich mir die Bernina 710 kaufen. Die hat einen eingebauten Obertransport, den man dazuschalten kann, viele Knopflöcher, den verstellbaren Füßchendruck, Fadenschneider und Fadenwächter, unzählige Zierstiche die man nie braucht ... aber auch ein anderes Greifersystem mit einzigartigen Spulen und Extra-Nähfüßen zu Extra-Kosten!
Wie sagte schon Julia von sewinggalaxy im Kommentar zum Fragenkatalog: "die kosten wie Flügel eines Flugzeuges".

Bei Marja Katz findet ihr weiter Erfahrungsberichte

Sonntag, 1. November 2015

12 Tops-Challenge im Oktober

Herbstzeit ist Cardiganzeit, ich kann mich noch nicht von sommerlichen T-Shirts trennen, aber es ist zu kalt um mit kurzen Ämeln herumzulaufen.
Im Netz fand ich schon vor einiger Zeit den Scarf Neck Cardigan von Swoon Patterns, der kostenlos heruntergeladen werden kann. 


Mir gefallen an dieser Jacke besonders die Wiener Nähte, die verhindern dass die Vorderteile auf dem Busen abrutschen und seitlich hängen. 
Der Strickstoff in schwarz-petrol-hellgrau passt wunderbar zu meiner Garderobe.
Der Schalkragen ist besonders breit, deshalb dachte ich, es sei praktisch, die Außenkante oben nach innen zu klappen und am hinteren Halsausschnitt festzunähen. Daraus entstand ein ziemliches Gewurschtel, wie man am Bild oben an der linken seite sehen kann.Trotzdem gefällt er mir gut und ich habe ihn schon öfter getragen - er war schon Anfang Oktober fertig.



 Bei Constance findet Ihr weitere Oktober-Oberteile.